Steinbruch Bad Marienberg

Der Abbau im Basaltsteinbruch Marienberg I der Westerwaldbrüche AG begann 1905 – damals in noch recht bescheidenem Umfang. Einen Schub erfuhr die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region (und der Steinbruchindustrie) mit dem direkten Anschluss von Marienberg an die Eisenbahnlinie von Erbach nach Fehl-Ritzhausen im Jahre 1911. Erbach war der zentrale Verladeknotenpunkt für die regionalen Steinbrüche mit Bahnanschluss Richtung Limburg; über Fehl-Ritzhausen bestand endlich Anschluss an die Westerwaldquerbahn. Der letzte Güterzug rollte 1971, bevor die Bahnstrecke stillgelegt wurde. Der Steinbruch stellte seinen Betrieb 1975 ein. Die Basaltvorkommen waren erschöpft.

Auf einem Teil des Geländes des aufgelassenen Steinbruches wurde der Basaltpark Bad Marienberg angelegt.

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Splitterschutzzelle – Bad Marienberg

Im ehemaligen Basaltsteinbruch Marienberg I der Westerwaldbrüche AG (Bonn) befindet sich noch dieses Exemplar einer Splitterschutzzelle.

Sie bot Schutz vor Gesteinssplittern bei Sprengarbeiten im Steinbruch. Die Türöffnung befindet sich an der dem Steinbruch abgewandten Seite.

Der Herkunftsnachweis (das „Typenschild“) ist noch zu erkennen, es wurde gleich in den noch feuchten Beton gestempelt:

Gebr. Menk

Westerburg / Nassau

Stahlbeton

1944

Es handelt sich hier um eine Splitterschutzzelle der Firma Gebr. Menk OHG in Westerburg, hergestellt aus Stahlbeton im Rüttelverfahren (Kennummer der Reichsanstalt für Luftschutz: RL3-42/239), Baujahr 1944.

 

 

 

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