Bingen – Rheinhafen

Schon in der Römerzeit wurden in Bingen Waren auf Schiffe verladen. Viele Jahrhunderte wurden hauptsächlich Wein, Salz, Getreide und Holz über den Rhein transportiert.

Im Mittelalter war das Frachtaufkommen so groß, das der Einsatz von Kränen erforderlich wurde – nur ein Exemplar, dessen Ursprung aus dem Jahr 1487 datiert, ist noch erhalten und steht unter Denkmalschutz.

Bingen - Hafentretkran

Bingen – Erhaltener Hafentretkran aus dem Mittelalter

Einen weiteren Aufschwung erlebte der Rheinumschlag in Bingen durch den Bahnanschluss in unmittelbarer Nähe. In den 1890er Jahren wurde der Rheinkai befestigt, weitere Anlegestellen geschaffen, das Ufer aufgeschüttet, die ufernahe Fahrrinne vertieft.

Nach 1945 folgten die Wirtschaftswunderjahre und bescherten dem Hafen eine weitere Blütezeit. 1949 betrug die nutzbarer Kailänge 640 m und es waren 7 Kräne in Betrieb. 1964 wurden größere Kräne errichtet, von denen einer noch erhalten ist.

Bingen - Hafenkran

Bingen – Blick den Kai entlang rheinabwärts mit altem Industriekran

Mit der Verlagerung der Fracht- und Transportströme (hauptsächlich von Schiff und Bahn auf die Straße) nahm die Bedeutung des Hafens ab den 1980er Jahren stetig ab; viele hafennahe Unternehmen wanderten ab; der Frachtumschlag sank von 650.000 t im Jahre 1990 auf 170.000 t im Jahre 2000, als der Hafenbetrieb eingestellt wurde.

Das gesamte Hafengelände wurde anlässlich der Landesgartenschau Rheinland-Pfalz, die im Jahre 2008 in Bingen stattfand, umgestaltet.

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