Unkel – Hotel Löwenburg

Die idyllische Kleinstadt Unkel am Mittelrhein beherbergte bis zum März 2019 einen lost place – und das mitten im Stadtzentrum: das ehemalige Hotel „Zur Löwenburg“.

Erbaut wurde es etwa um 1840 als Weinwirtschaft und Pension. Von 1895 bis 1960 wurde das Gebäude vom Unkeler Winzer-Verein betrieben. Das Gebäude beherbergte den größten Saal Unkels und der Umgebung, so dass hier nicht nur diverse Festivitäten stattfanden, sondern auch der regelmäßige Winzermarkt abgehalten wurde.

In den dunklen Jahren von 1933 bis 1945 wurde der nochmals erweiterte Festsaal (Platz war jetzt für 1.000 Personen) als Vereinslokal und Versammlungsort der NSDAP genutzt.

Nach 1945 war es dann wieder Hotel.

1960 zog sich der Winzerverein zurück – die große Zeit des Weinbaus in Unkel war vorbei.

1980 brannte das Gebäude und wurde danach umgebaut.

Nach langem Leerstand und konzeptionslosen Besitzerwechseln kaufte die Stadt Unkel das leerstehende Gebäude im Jahr 2017 zurück und ließ Anfang 2019 die Abrissbagger rollen.

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Hagen – Elbersheim

Das Gebäude wurde in den Jahren 1919 und 1920 im Stil des zurückhaltenden Expressionismus mit konservativen Elementen vom Architekten Georg Metzendorf errichtet. Genutzt wurde es als Wohnunterkunft für angestellte Familien und Ledige der Textilfabrik Gebrüder Elbers (Elbers-Werke) in Hagen.

Die Textilfabrik der Gebrüder Elbers bestand in Hagen von 1822 bis 1932; die Firmeninhaber waren sehr engagiert in der Wohnungsfürsorge für ihre Angestellten.