GSSD – Funkmessposten 631 Damgarten

 

631 RLP - Betonplattenstrasse

Reste einer Plattenstrasse im Gelände

Ganz im Süden des riesigen Areals des Aerodroms Damgarten befindet sich die Radarstellung mit ihrer Technische Zone und dem Unterkunftsbereich. Das gesamte Gelände sieht aus wie im Urwald – dichter Wald, hüfthohes Gras, Dornengestrüpp. Wegen des feuchten Untergrundes wurden Wege auf Dämmen angelegt und die Gebäude stehen etwas erhöht auf Erdaufschüttungen. Die wenigen Betonplattenstraßen enden heute im nirgendwo, die Natur holt sich schnell alles zurück. Wildschweinspuren sind hier überall zu finden und machen eine Erkundung zu einem echten Abenteuer. Wegen des dichten Grüns sind die Höhenunterschiede im Gelände kaum zu sehen; die Radarhügel sieht man praktisch erst, wenn man davor steht. Lichtet sich das Grün etwas, schimmern die Gebäudereste durch den Urwald.

Sämtliche Gebäude befinden sich in einem desolaten Zustand – dies als entkernt zu bezeichnen, wäre noch geschmeichelt. Es ist schwierig, den Gebäuden Funktionen zuweisen zu wollen; eindeutig erscheint das nur im Bereich der Mannschaftsunterkunft.

Ein langer Gang führt vorbei am  Sanitärbereich mit separatem Waschraum – erstaunlicherweise sind die steinernen Waschtröge noch vorhanden. Die Reste der Teestube sind gerade noch erkennbar; ebenso ist der große Schlafraum noch zu erkennen – ganz ähnlich wie am Standort Lockwisch. Im Schlafsaal standen einst nur Betten und jeweils ein kleiner Hocker pro Soldat. Sonst nichts – Privatsphäre gab es hier nicht, hier sollte nur geschlafen werden.

Das mutmaßliche Stabsgebäude befindet sich etwas abseits. Die Raumaufteilung ist hier völlig anders, ebenso die noch erkennbaren Reste der Wandverkleidung. Die Toiletten haben Türen – die Herren Offiziere wollten hier ungestört sein, ein Privileg, das der einfache Soldat nicht hatte.

Manche der Gebäude hatten einen Raum, der nicht nur vergittert war, sondern auch das Fenster war zusätzlich verdunkelt – die Arrestzelle. Es gab einige davon…

In der Nähe des Antennenfeldes die Reste eines technischen Gebäudes; in einem Raum kann man noch Kabeldurchbrüche und Leitungsverläufe erkennen. Neben dem Gebäude die unvermeidlichen Überreste der Feuerlösch-Hilfsmittel.

Mitten in den feuchten Wiesen und heute noch in teilweise offenem Gelände stehen überraschenderweise noch einige Trägermasten für Antennen herum.

In unmittelbare Nähe die Ruinen eines Gebäudes, das einen Grundriß hat, wie das Labyrinth des Minotaurus… völlig verwinkelt mit vielen Kabelresten und den Resten von Schaltkästen; die Ruine ist so verfallen, das die Mauerreste fast nur noch brusthoch sind. Gut erhalten dagegen die Fahrzeughalle für die mobilen Radargeräte.

Die für mich größte Überraschung in diesem verwilderten Gelände ist jedoch der Wachturm, der sich vermutlich am ehemaligen Zugangsbereich vom Flugplatz aus befand. Hier in diesen Bereich durfte wirklich nicht jeder.

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Die offizielle Bezeichnung für das Gelände lautet 631 RLP – RLP ist eine russische Abkürzung (in Umschrift etwas: Radiolokazionie Post), was man am besten mit „Funkmessposten“ übersetzen kann (mitunter findet man auch die Bezeichnung FuTK – Funktechnische Kompanie – das wäre in etwa das deutsche Gegenstück). Dieser Funkmessposten gehörte zum 485. Funktechnischen Bataillon (FuTB), das ebenfalls auf dem Flugplatz Damgarten stationiert war – jedoch im nördlichen Teil des Geländes. Zum 485. Funktechnischen Bataillon gehörten neben Damgarten noch die Funkmessposten 632 in Dranske, 633 in Thiessow und 634 in Pasewalk. Das 485. FuTB war eine von vier FuTB, die von der 40. Funktechnischen Brigade der GSSD in Wittstock (Dosse) geführt wurden. Von Wittstock aus wurden die Luftlagedaten direkt an das Oberkommando der GSSD nach Wünsdorf gemeldet. Vermutlich wurde dieser Funkmessposten Ende der 1950er Jahre eingerichtet – ein russisches Graffito unter dem Dach der Garage zeigt in das Jahr 1959, weitere Graffitis im Inneren – aufgemalt mit allem, was zu haben war, oder einfach in den Stein gekratzt – sind bis zum Auszug der Truppen im Jahre 1994 zu finden. Die russischen Soldaten kamen von überall her: aus Novosibirsk, aus Witebsk, aus Odessa, aus dem Donbas, aus Lettland, aus Moldawien…

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Flugplatz Damgarten – Nahmarkierungspunkt Ost

Im Ribnitzer Ortsteil Holtacker präsentiert sich der östliche Nahmarkierungspunkt des GSSD – Fluplatzes Damgarten fast wie in alten Zeiten. Ein völlig begrünter und zugewachsener Erdwall als Sichtschutz zum schmalen Weg hin; eine Doppelzaunanlage mit Stacheldraht, eine unscheinbare Zufahrt.

Wohl kaum jemand wird gewußt haben, worum es sich bei dieser Installation handelt: Der östliche Nahmarkierungspunkt für das Funkfeuer des Flugplatzes Damgarten.

Mit der Verlängerung der Start- und Landebahn auf dem Flugplatz musste auch das Funkfeuer entsprechend versetzt werden – dies sieht man hier sehr deutlich: das Gelände enthält tatsächlich zwei Gebäude. Ein größerer Bau beherbergte das ursprüngliche Funkfeuer und vermutlich die gesamte Technik. Völlig zugewuchert kann man noch den Rest eines Schaltkastens erkennen.

Ganz am Ende des Grundstückes wurde – nach der Verlängerung der Startbahn – lieblos ein zweites und viel kleineres Gebäude hingebaut, das nur aus einem kleinen Raum bestand und nun den Funkpeiler beherbergte.

Nach dem Abzug der Hausherren im Jahre 1994 wurde das Gelände sich selbst überlassen – sehr erstaunlich, das es noch erhalten ist.

Flugplatz Damgarten – SAS-Werkstatt

Ein besonders gesicherter Bereich in einem gesicherten Bereich. Nach dem Kontrollduchlassposten zum Munitionslager, hinter Zäunen versteckt, biegt ein inzwischen fast völlig zugewucherter kleiner Weg vom Hauptweg ab. Die Reste eines weiteren kleineren Wachgebäudes verfallen im Wald. Eine von Bäumen umwucherte große Peitschenlaterne weist den Weg tiefer in den Wald hinein.

Rechts werden die Reste einer Kfz-Halle sichtbar – der Unterstand für die mobile Nachrichtentechnik.

Ein unscheinbares Gebäude, in Tarnfarben gestrichen, zeigt sich in unmittelbarer Nähe. Das dieses Gebäude etwas besonderes darstellt, zeigt sich schon an der hölzernen Eingangstür. Reste einer selbstgebauten Schallschutzverkleidung werden sichtbar.

Vergitterte Fenster; die Reste einer Tür mit „VS-Luke“ – die runde Ausbuchtung für die Petschaft als manuelle Sicherung der Unversehrtheit ist auch noch zu erkennen. Und dann der Fund einer gut erhaltenen ehemaligen Wandtafel, achtlos auf dem Fußboden liegend: Anweisungen des Diensthabenden SAS-Mechanikers.

#Titel SAS Werkstatt

Damgarten - SAS-Werkstatt Dienstzimmer

Blick in ein Dienstzimmer – überraschend gut erhalten

Ganz offensichtlich handelte es sich bei diesem Gebäude um das Werkstattgebäude für die sogenannte Spezial-Nachrichtentechnik – auf russisch SAS. In vereinfachter Umschrift Sasekretschiwanije Awtomatitscheskoje Swjasi – in etwa zu übersetzen mit Automatische Chiffriergeräte. Als Bestandteil des Nachrichtenwesens bestand die Aufgabe des SAS- und Chiffrierdienstes in der Gewährleistung der gedeckten Truppenführung über Nachrichtenverbindungen. Praktisch wurden entweder Nachrichten direkt chiffriert oder verschlüsselt oder codiert übertragen – über Fernsprechverbindungen, Fernschreibverbindungen; über Funk-, Richtfunk oder kabelgebundene Verbindungen; mobil oder stationär. Die „SAS-Truppen“ waren eine geheime „Truppe“ innerhalb der Nachrichtentruppe. Die Geheimhaltung war so groß, das selbst heute kaum jemand darüber spricht.

Deshalb ist dieser Fund etwas ganz besonderes!

Das Gebäude ist ansonsten (natürlich) völlig ausgeräumt, befindet sich jedoch noch in einem recht passablen Zustand – dies wird wohl der abseitigen Lage zu verdanken sein.

Ein größerer Erdhügel in unmittelbarer Nachbarschaft zum Werkstattgebäude lässt einen entsprechenden Bunker vermuten – dies konnte jedoch nicht verifiziert werden; das Gelände ist völlig zugewuchert und es konnten weder ein Eingang noch entsprechende Bunkeraufbauten ausgemacht werden.

SAS - Werkstatt - Schaltkasten

Ein hölzerner Schaltkasten im SAS-Bereich – das wäre heute undenkbar…

Lediglich hinter dem Werkstattgebäude fanden sich Überreste einer Antennenanlage – ein größeres Plattenfundament, zwei Schaltkästen aus Holz (!) und einige Kabelreste neben einem vergammelnden Stacheldraht-Zaun.

Überraschend sind auf jeden Fall die improvisierten Installationen in diesem geheimen Bereich: der provisorisch anmutende Schallschutz an der Zugangstür Marke Eigenbau und die hölzernen Schaltkästen der Antennen-verkabelung. Es scheint so, als wären „die Russen“ sehr entspannt gewesen in der Umsetzung der sehr strengen Vorschriften zur Sicherung der Geheimhaltung und Beschränkung des Zuganges zu jedweder SAS- Technik (einschließlich und insbesondere der Anschaltpunkte – das waren immer ganz besonders neuralgische Punkte).

Flugplatz Damgarten – Munitionslager

Ganz im Südosten des riesigen Geländes des GSSD-Flugplatzes Damgarten wurde das Munitionslager angelegt.

Eine gut bewachte Doppelzaun-Anlage umgab das Gelände. Reste kleinerer Wachgebäude rotten vor sich hin; sogar eine Baracke russischer Bauart mit Stahlrippen-Konstruktion ist noch erkennbar.

Einsam im Wald steht ein Hydrant vor einer kaum erkennbaren Zisterne. Dieser war wohl Bestandteil des rudimentären Feuerlöschkonzeptes –  nicht auszudenken, wenn es hier zu einem Brand gekommen wäre. Für eine Lagerstätte für Munition machen alle Gebäude einen recht maroden Eindruck.

Kaum vorstellbar, das hier ein Mindestmaß an Sicherheit geherrscht haben soll, selbst wenn fast alle Gebäude von einem zusätzlichen Erdwall umgeben waren, die im Falle einer Explosion die Druckwelle nach oben ableiten sollten.

Alle Lagergebäude waren entlang einer Ringstraße positioniert, deren Betonplatten langsam von der Natur zurück erobert werden. Stärker befestigte Bauwerke oder mit Erde überdeckte Munitionsbunker finden sich hier nicht mehr – an manchen Stellen sind noch Reste von zurück gebauten Objekten erkennbar.

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Reste eines zurück gebauten Lagergebäudes

 

 

WK II – See- und Land – Fliegerhorst Pütnitz

Hervorgehoben

Ein wirklich riesiges Areal am Saaler Bodden, ummauert, eingezäunt, abgesperrt, von grün umwuchert. Nach fast 60 Jahren militärischer Nutzung erobert sich die Natur viel zurück.

Bekannt sind vor allem die auffälligen Hallen des ehemaligen Seeflugplatzes, der 1935 am nordwestlichen Ende am Ufer des Saaler Boddens auf der Halbinsel Pütnitz errichtet worden ist.

#Titel 2 GSSD Damgarten

Das Reichsluftfahrtministerium hatte der auf dem Gut Pütnitz lebenden Familie von Zanthier einen großen Teil ihres Geländes abgekauft. Das Gut Pütnitz war 1928 zur Stadt Damgarten eingemeindet worden. So begannen 1935 vielfältige Bautätigkeiten auf den ehemaligen von Wald umgebenen Acker- und Weideflächen.

Im südlichen Teil wurde ein Landflugplatz eingerichtet. Eine erste Start- und Landebahn wurde zunächst als Rasenpiste angelegt; für den Seeflugplatz, der sich mehr als einen Kilometer nordwestlich vom Landflugplatz befindet, wurden zwei Startrampen für Wasserflugzeuge errichtet. Am 01.April 1936 zogen dann offiziell die Fliegerhorstkommandantur (See), die Flugzeugführerschule (See) und der Blindfluglehrgang (See) auf dem Gelände ein, das nun als Seefliegerschule diente.

Im Bereich der Seefliegerschule entstanden in kurzer Zeit die auch heute noch markanten Hallen, die als Reparaturhallen und Unterstand für die Flugzeuge genutzt wurden.

1942 wurde die Rasenpiste des Landflugplatzes als Startbahn befestigt und 1943 erweitert. Auch wenn sie heute in einem desolaten Zustand ist, erhalten ist sie immer noch – weit entfernt im südlichen Teil des Geländes.

Flugplatz Damgarten

Die „alte“ deutsche betonierte Start- und Landebahn aus den Zeiten der Nutzung als deutscher Fliegerhorst

In einer Halle auf dem Gelände der Seefliegerschule fertigten die Rostocker Heinkelwerke ab 1942 Tragflächen für den He 111. Das Gelände des Flugplatzes wurde zum Einfliegen von in den Ribnitzer Bachmann Werken reparierter Flugzeuge mitgenutzt.

Die Seefliegerschule wurde im Jahre 1944 geschlossen; in den letzten Kriegstagen war der deutsche Fliegerhorst Pütnitz noch Frontflugplatz für deutsche Jagdflieger des Jagdgeschwaders 103.

Im Mai 1945 zogen die russischen Truppen ein und blieben bis 1994. Mit Ausnahme einer kurzen Zeit von 1948 bis 1951: in diesem Zeitraum wurden in den Flugzeughallen des Seeflugplatzes durch die Boddenwerft Damgarten Fischkutter produziert. Damit war jedoch schnell Schluss, als die russischen Besatzungstruppen beschlossen, das ganze Areal und insbesondere den Flugplatz als Basis für ihre Jagdfliegerkräfte im deutschen Ostseeraum weiter zu nutzen – die russische Bezeichnung für das Gelände war nun Aerodrom Damgarten bzw. Flugplatz Damgarten. Und bis 1994 militärisches Sperrgebiet.

Ein großer Teil des Unterkunftsbereiches aus der Zeit der deutschen Nutzung, der sich etwas abseits von den Technischen Zonen der beiden Flugplätze im nördlichen Teil des Geländes befand, ist heute noch erhalten – jedoch völlig von Wald umwuchert.

Unmittelbar am östlichen Rand des Flugplatzgeländes führten die Gleise der Franzburger Kreisbahnen vorbei (ab 1940 Franzburger Bahnen Nord). Es gab einen Haltepunkt an der nördlichen Zufahrtsstraße zum Gelände, der bis 1965 Bestand hatte. So bestand Bahnverbindung nach Damgarten und nach Barth bzw. Stralsund. Militärpersonal konnte so per Bahn vom deutschen Fliegerhorst in Barth zum Fliegerhorst nach Pütnitz verlegt werden.

Quellen:
Sternkiker, Edwin „Abzug vor 25 Jahren. Als die russischen Flieger Pütnitz verließen“, Ostsee-Zeitung, 19.04.2019
Sternkiker, Edwin „Der Flughafen Pütnitz unter Hakenkreuz und Sowjetstern 1935 – 1994“, Rostock, 2014

 

GSSD – Flugplatz Damgarten

Ein wirklich riesiges Areal am Saaler Bodden, ummauert, eingezäunt, abgesperrt, von grün umwuchert. Nach fast 60 Jahren militärischer Nutzung erobert sich die Natur viel zurück.

Bekannt sind vor allem die auffälligen Hallen des ehemaligen Seeflugplatzes, der ab 1935 am nordwestlichen Ende am Ufer des Saaler Boddens auf der Halbinsel Pütnitz errichtet worden ist.

#Titel 2 GSSD Damgarten

Die Seefliegerschule wurde im Jahre 1944 geschlossen; in den letzten Kriegstagen war der deutsche Fliegerhorst Pütnitz noch Frontflugplatz für deutsche Jagdflieger des Jagdgeschwaders 103.

Im Mai 1945 zogen die russischen Truppen ein – der Flugplatz wurde kampflos eingenommen;  zwei Wartungshallen des Flugplatzes und eine große Halle der Seefliegerschule wurden in der Folgezeit als Reparationsleistung komplett demontiert, eine weitere Demontage der Flugplatzeinrichtung war zwar geplant, fand jedoch nicht statt. Der Kasernenbereich wurde zunächst als Unterkunft für Kriegsflüchtlinge und Opfer der Vertreibung genutzt.

Von 1948 bis 1951 wurden in den ehemaligen Flugzeughallen des Seeflugplatzes durch die Boddenwerft Damgarten Fischkutter produziert. Ein Teil des Flugplatzes wurde als Segelsportflugplatz genutzt. Mit beidem war schnell Schluss, als die russischen Besatzungstruppen beschlossen, das Areal und insbesondere den Flugplatz als Basis für ihre Jagdfliegerkräfte im deutschen Ostseeraum weiter zu nutzen. Fortan war das Gebiet militärisches Sperrgebiet, verbotene Zone.

Ab 1951 herrschte wieder rege Bautätigkeit auf dem nun als Flugplatz Damgarten bzw. Aerodrom Damgarten bezeichneten Gelände. Eine zweite Startbahn mit einer Länge von 2.250 m wurde angelegt, die 1961 um 250 m verlängert wurde und Anfang der 1970er Jahre um weitere 100 m.

Flugplatz Damgarten - Tower

Der Blick über das Rollfeld zum Tower lässt die Größe des Geländes erahnen…

Flugbetrieb fand Tag und Nacht statt. Geübt wurde der Luftkrieg in allen Facetten: Zielschießen über die Ostsee, Abfangen, Luftkampf, Tiefflug. Der Flugplatz war als Sitz des Stabes der 16. Jagdfliegerdivision und des 773. Jagdfliegerregimentes einer der wichtigsten militärischen Einrichtungen der GSSD auf deutschem Boden.

Die ehemaligen Seefliegerhallen wurden weiterhin als Reparaturhallen und Unterstände für Flugzeuge und Technik genutzt. Auch dieser Teil des Geländes unterlag Zugangsbeschränkungen – entsprechende Wachgebäude und Schutzeinrichtungen zeugen heute noch davon.

Weitere Funktionsgebäude wurden errichtet – unspektakuläre Flachbauten in Barackenbauweise. Ein Teil wurde abgerissen, einige verfallen in Ruhe vor sich hin. Typisch für russische Hinterlassenschaften: die Gebäude sind alle komplett entkernt. Beim Abzug der Truppen aus Deutschland wurde buchstäblich alles mitgenommen, was nicht niet- und nagelfest war.

Die ehemalige Tankstelle wurde inzwischen abgerissen, die Erdtanks wurden ausgegraben und warten auf ihre Entsorgung.

In unmittelbare Nähe einer großen Halle und in Steinwurfweite zum Saaler Bodden erhebt sich ein unscheinbares kleines Hügelchen, unter dem noch die Reste eines kleineren Bunkers zu erkennen sind – hier befand sich einst die alte deutsche Telefonzentrale. Vermutlich wurde sie von den russischen Hausherren nachgenutzt.

Derartige Hügel, kleinere und größere befinden sich noch einige im Gelände – leider wurden viele komplett zugeschüttet, so dass eben nur die Hügel übrig blieben.

Genügend Lost Place – Romantik findet sich im Bereich der ehemaligen Seefliegerhallen (der heute von einem Technik-Verein genutzt wird) immer noch.

Ende der 1960er Jahre wurden – über das gesamte Flugplatzgelände verstreut –  40 geschlossene Flugzeugdeckungen errichtet, die als Splitterschutz für die abgestellten Flugzeuge dienten. Davon ist ein großer Teil inzwischen abgerissen worden. Bei allen (!) Bogendeckungen fehlen die massiven äußeren Rolltore.

Ein großer Teil des Unterkunftsbereiches, der sich etwas abseits von den Technischen Zonen des Flugplatzes im nördlichen Teil des Geländes befand, ist heute noch erhalten, jedoch völlig von Wald umwuchert. Ein Teil des Unterkunftsbereiches stammt noch aus der Zeit der deutschen Nutzung; er wurde zunächst erweitert – die russischen Bauten kann man leicht an ihrem charakteristischen Baustil erkennen. Am nordwestlichen Rand des Geländes wurde in den 1980er der Unterkunftsbereich um einige Neubaublöcke erweitert, die inzwischen zum großen Teil abgerissen wurden.

Im südlichen Teil des Areals war eine Flugabwehrraketeneinheit stationiert zum Schutz vor feindlichen Tiefflug-Überraschungs-Angriffen von der Landseite. Auf alten Luftbildern sind vier Abschußrampen für S-125 Raketen zu erkennen – heute ist hier alles vom Wald und sumpfigen Wiesen zugewuchert. Außer Wald und Gras ist nicht viel zu sehen; ein riesiger Zaun mit Stacheldraht muss das Gelände einst umgeben haben – ein riesiger Zaunpfahl, der aussieht wie ein Stacheldrahtbaum, steht einsam im Wald herum.

Die Stationierung von Flugabwehrrakten auf einem Flugplatz war höchst ungewöhnlich, ist aber der geographischen Lage zuzuschreiben. Zum Schutz vor Angriffen von der Seeseite befand sich ein zweiter Standort von Flugabwehrraketen im nahe gelegenen Dörfchen Saal, nördlich des Flugplatzes.

Eine weitere bauliche Besonderheit des Flugplatzes ist das Fehlen des westlichen Nahmarkierungspunktes. Auch dies ist der geographischen Lage geschuldet – der westliche Nahmarkierungspunkt hätte sich mitten im Saaler Bodden befinden müssen. Die Reste des östlichen Nahmarkierungspunktes sind noch erhalten.

Neben der Raketenstellung südlich des Flugplatzes befand sich eine Radarstation des Funkmesspostens 631 sowie ein größeres Antennenfeld für die Flugnavigation und Kommunikation. Die Jägerleitstelle befand sich gar nicht auf dem Gelände des Flugplatzes, sondern außerhalb, in einem Bunker in Petersdorf.

Ganz an der Süd-Ost-Ecke des Geländes wurde das Munitionslager eingerichtet. In den 1970er Jahren wurde ein Bunker vom Typ Monolith als Sonderwaffenlager errichtet, der inzwischen abgerissen wurde. Ob sich hier jemals „Sonderwaffen“ (der verharmlosende Militärjargon für Atomwaffen) befunden haben, ist bis heute ungeklärt.

Zwischen Munitionslager und dem Antennenfeld befinden sich einige unscheinbare Gebäude in einem besonders gesicherten Bereich. Sie beinhalteten das Lager für die geheime Nachrichtentechnik und eine Reparaturwerkstatt.

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Unmittelbar am östlichen Rand des Flugplatzgeländes führten die Kleinbahn- Gleise der Franzburger Kreisbahnen vorbei (ab 1940 Franzburger Bahnen Nord). Es gab einen Haltepunkt an der nördlichen Zufahrtsstraße zum Gelände, der bis 1965 Bestand hatte. In den 1950er Jahren wurde jedoch ein Regelspurgleis – ausgehend vom Bahnhof Damgarten (heute Ribnitz-Damgarten Ost) – direkt in das Areal geführt. Das Regelspurgleis kreuzte das Kleinbahngleis am ehemaligen Haltepunkt und führte in Richtung der ehemaligen Seeflughallen mitten auf das Gelände. Das ausschließlich militärisch genutzte Anschlußgleis wurde bis zum Auszug der russischen Truppen 1994 genutzt. Innerhalb des Flugplatz-Areals wurden die Gleise demontiert, der Rest der Gleise liegt noch.

Eine Sanierung der Flugbetriebsflächen war für den Anfang der 1990er Jahre vorgesehen – dazu kam es nicht mehr. Am 11. April 1994 wurden die letzten 46 MiG-29 Jagdflugzeuge nach Rußland ausgeflogen, der Flugbetrieb und die Zeit der russischen Nutzung des Geländes endetet im Juni 1994 mit dem Start des letzten Großraumtransporters vom Typ AN-22. Seit dem liegt das Gelände brach.

Flugplatz Damgarten

fliegt hier schon lange nicht mehr: MiG-21 – heute Freiflächenexponat des Technik-Vereins Pütnitz

Nach vielen verschiedenen Versuchen der Privatisierung kaufte 2008 die Stadt Ribnitz-Damgarten das Areal für 4,7 Millionen Euro von der BImA, die alle militärischen Liegenschaften verwaltet. Auf dem östlichen Teil der Start und Landebahn wurde eine Photovoltaik-Freiflächenanlage errichtet, die ca. 30 Hektar umfasst. Der Technik-Verein-Pütnitz ist Mieter in einigen Hallen der ehemaligen Seeflugschule. Das Areal soll nun umgestaltet werden zu einem Landschaftspark mit Bootsanleger, Hotels, Ferienwohnungen und einem Golfplatz. Wenn es soweit ist, verschwindet ein großartiger lost place. Es bleibt zu hoffen, das die Umgestaltung gut gelingen wird und der Denkmalschutz nicht nur auf dem Papier stattfindet.

Quellen:
Amt für Raumordnung und Landesplanung Vorpommern „Landesplanerische Beurteilung im Ergebnis des Raumordnungsverfahrens für das Vorhaben Landschaftspark am Bodden auf der Halbinsel Pütnitz in der Stadt Ribnitz-Damgarten“, Greifswald, 26.09.2016
Freundt, Lutz „Sowjetische Fliegerkräfte. Deutschland 1945 – 1994. Typenkatalog der Luftfahrzeuge, Flugplatzanlagen und Schutzbauten.“, Band 1 (Flugplätze A – F); Diepholz, 1998
Freundt, Lutz / Büttner, Stefan „Rote Plätze. Russische Militärflugplätze. Deutschland 1945 – 1994. Fliegerhorste – Aerodrome – Militärbrachen“; Berlin, 2007
Sternkiker, Edwin „Abzug vor 25 Jahren. Als die russischen Flieger Pütnitz verließen“, Ostsee-Zeitung, 19.04.2019
Sternkiker, Edwin „Der Flughafen Pütnitz unter Hakenkreuz und Sowjetstern 1935 – 1994“, Rostock, 2014

 

 

NVA – FuTA 4301 Rövershagen

Ein spannender Lost Place in einem recht guten Erhaltungszustand – die Technische Zone der Funktechnischen Abteilung 4301 in Rövershagen. Dieser Ort bietet eine Menge: gleich zwei Schutzbauwerke (einmal den Brigadegefechtsstand 43 und die Führungsstelle), dazu ein ausgedehntes Gelände (die sogenannte Technische Zone) mit allerlei Hinterlassenschaften, kleineren Bunkern, Radarhügeln mit Bauwerken, Unterkunfts- und Dienstgebäuden.

Der zugehörige Kasernenbereich befand sich etwas abseits in Hinrichshagen – mitten im Wald der Rostocker Heide.  Nur ein Teil der Technischen Zone mit dem Standort der ehemaligen Rundblickstation und dem Tanklager ist nicht zugänglich.

Der Zugang ist nicht allzu schwierig, nachdem der Wachdienst schon lange nicht mehr vor Ort ist, und das Gelände sich selbst überlassen wurde. Gleich der erste Blick auf das Gebäude des Kontrolldurchlasses (KDL) zeigt, wie sich die Natur das Gelände zurück erobert hat.

Hinter dem KDL-Gebäude befand sich ein Schlafbunker für die diensthabende Wachmannschaft – dieser ist so zugewuchert, das nicht einmal ein Bild möglich war.

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Trafostation gegenüber dem KDL-Gebäude

Gegenüber dem KDL-Gebäude steht eine riesige Trafostation, die darauf schließen lässt, das hier richtig viel Strom ge- und verbraucht wurde.

Elektrische Anschaltpunkte befinden sich fast überall auf dem Gelände, das Anfang der 1970er Jahre zur Luftraumaufklärung, zur Ortung von Tieffliegern und zur Jägerleitung gebaut wurde.

Die Radaranlagen hatten einen gigantischen Stromverbrauch.

An Aufklärungstechnik stand einiges zur Verfügung: auf einem kleinen Hügel in einem sogenannten Radardom (eine mit Druck-Luft gefüllte Folie zum Sichtschutz) eine störgeschützte Funkmeßstation zur Ortung von Tieffliegern, eine Rundblickstation zur Luftraumaufklärung und Zielzuweisung (in einem separaten Teilobjekt), ein Funkmeßkomplex zur Luftraumaufklärung und Jägerleitung sowie 3 Funkhöhenmesser.

Die Luftlage wurde an den Gefechtsstand der Flugabwehr-Raketen-Brigade 43 (Gefechtsstand 43)  und den Divisionsgefechtsstand in Cölpin weitergeleitet. Erst 1989 wurde ein Gerät zur Freund-Feind-Erkennung installiert.

Schon nach wenigen Metern im Gelände fühlt man sich wie auf einem anderen Planeten. Es ist still und einsam hier. Der Blick schweift über die begrünte Größe des Geländes hinüber zu dem Garagenkomplex, in dem sich der Bunker der Führungsstelle befindet.

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Blick von der Trafostation über das Gelände in Richtung der Gefechtsstände

Es ist unglaublich, wie ungestört man hier auf diesem Gelände ist! Die halb zugewachsene Beton-Plattenstraße führt – vom KDL aus gesehen – rechts herum in Richtung des Garagenkomplexes.

Der Garagenkomplex war sozusagen multifunktional: zum einen zum Abstellen der fahrbaren technischen Gerätesätze, zum anderen verbarg sich im Inneren ein kleiner Bunker. Eine seiner Besonderheiten war, das die Stromversorgung über eine mobiles Aggregat von außen erfolgte. Dazu wurde ein Dieselaggregat in einer Garage geparkt – der Strom wurde über Anschaltkästen in das Schutzbauwerk geführt. Die Abluft wurde über Abluftrohre, die in der Garagendecke installiert waren, über das Dach abgeleitet.

Auch Freunde der Graffitikunst scheinen die Abgeschiedenheit des Geländes zu schätzen: an einigen Splitterschutzwänden der Fahrzeugdeckungen haben sie sich verewigt.

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Splitterschutz bei den Garagen

Hinter dem Garangenkomplex mit Bunker der Führungsstelle schließt sich ein weiterer Garagenkomplex an. Dieser ist der seitliche Anbau des Brigadegefechtsstandes in Form einer russischen Flugzeug-Bogendeckung, deren markante Form selbst jetzt noch nicht zu erkennen ist. Der reguläre Personaleingang zu diesem Bunker liegt ebenfalls versteckt im Grünen.

Völlig zugewuchert und halb verfallen befinden sich ebenfalls an der Außenseite der Bogendeckung die Reste eines Lüftungsbauwerkes. Hier wurde Frischluft für das Schutzbauwerk angesaugt.

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Reste des Lüftungsbauwerkes am GS 43

Am Kopf der Bogendeckung mit den großen Rolltoren angekommen fällt der Blick zunächst auf die kleinen Mannschaftsbunker gegenüber.

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Mannschaftsbunker gegenüber der Bogendeckung

Das Gras ist mindestens hüfthoch und es ist schwerer als gedacht, dorthin zu gelangen. Offensichtlich waren diese kleinen Bunker von einem Zaun umgeben – Pfosten stehen traurig im Gras herum. Von den Stahltüren fehlt inzwischen jede Spur, ansonsten sind diese erdüberdeckten Kleinbunker vom Typ FB-3 noch ganz gut erhalten, wenn auch völlig ausgeräumt.

Von hier drüben hat man einen herrlichen Blick auf die Bogendeckung, die den verbunkerten Gefechtsstand 43 beherbergt.

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Blick auf die Bogendeckung…

In unmittelbarer Nähe befindet sich ein kleiner Radarhügel. Von diesem hat man ebenfalls einen wundervollen Blick auf die Bogendeckung und das ehemalige Wasserwerk.

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Blick vom kleinen Radarhügel – links die Bogendeckung,in der Bildmitte das ehemalige Wasserwerk

Auf dem Weg zum großen Radarhügel, auf dem sich einst ein Radardom befand – eine mittels Luft aufgeblasene Kuppel, unter der sich die Radartechnik verbarg – im Volksmund „Riesenbovist“ genannt – finden sich verschiedene Fahrzeugdeckungen.

Oben auf dem goßen Radarhügel kann man noch die kreisförmig betonierte Stellfläche für die Technik erkennen. Ebenso die Bodenbefestigung für den Radardom und Reste der Lüfter, über die die Folie aufgeblasen wurde.

Für die Bedienmannschaften gab es einen kleinen Schlafbunker unterhalb der befestigten Fläche, der über eine kleine Treppe zu erreichen war.

Der Weg hinunter vom großen Radarhügel führt zum ehemaligen Wasserwerk. Das Gelände ist völlig zugewuchert und die Hügel mit den Zisternen sind kaum zu erkennen. Besondere Vorsicht ist hier angesagt, sonst landet man mehrere Meter tiefer – einigen Zisternen fehlen die Abdeckungen.

Durch das dichte grün hinter dem Wasserwerk lugen die Umrisse eines Satteldaches. Das nächste Ziel auf der Erkundungstour: das DHS-Dienstgebäude. DHS ist die Abkürzung für Diensthabendes System – der Standort war rund um die Uhr in Betrieb. Der Schichtdienst aller Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten betrug im Regelfall 24 Stunden. Im DHS-Gebäude befanden sich einige Offiziersbüros und die DHS-Küche für alle, die nicht in den Schutzbauwerken Dienst hatten. Das DHS-Gebäude ist völlig „eingeigelt“: eine Splitterschutzwand zieht sich ca. einem Meter vom Gebäude entfernt über eine volle Längsseite; der Haupzugang an einer Giebelseite war von einem separaten Wachgebäude flankiert und einem dichten Drahtgeflecht; die Fenster alle vergittert.

Die Giebelseite des DHS-Gebäudes mündet an die zentrale Objektstraße; nach links führt der Weg direkt zum KDL, nach rechts ins grüne Dickicht…

Noch an der Straße, jedoch schon halb im Grünen noch ein Gebäuderest, der aussieht, wie eine ehemalige Waffenkammer – die Art der speziellen Sicherung durch eine Gittertür und die Art der noch herumliegenden Metallrahmen zur Aufbewahrung lassen darauf schließen.

Weit im Grünen, da wo das Gelände feucht und teilweise sumpfig ist – auch im Sommer – schimmert ein halb verfallenes Gebäude im Gras: die ehemalige Unterkunft für die Soldaten der Wachmannschaft.

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Der Zustand des Gebäudes ist noch viel schlimmer, als es aussieht: alles ist modrig, schimmlig; die Fußböden bröckelig und durchgefault; hier sollte man sich nicht länger aufhalten. Die noch erhaltene Einrichtung lässt erahnen, wie spartanisch hier alles war. Schmale Betten, 4 in einem kleinen Raum – Privatsphäre gab es hier nicht.

Ein neues Gebäude war bereits im Rohbau fertig – es steht etwas abseits und auf trockenerem Boden. Fertig gestellt wurde es ganz offensichtlich nie.

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Mitten im grün, und eher zufällig gefunden: das Heizhaus. Es steht soweit ab vom Schuß, das der gußeiserne Verbrennungsofen sogar noch da steht. Auf dem Boden Schutt und letzte Hinterlassenschaften. Besenrein sieht anders aus…

Am 02.10.1990 erfolgte der letzte Appell unter der Ägide der NVA, danach zog die Bundeswehr ein.

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Rundblickstation P 15

Im Sommer 1992 wurde das komplette System der Funkortung abgebaut – die Gefechtsstände gingen außer Dienst. Die gesamte Technik wurde zunächst nach Peenemünde transportiert, wo sich ihre Spur verliert.

Das Bild links zeigt eine Rundblickstation vom Typ P-15, wie sie auch am Standort der FuTA 4301 im Einsatz war (auf dem kleinen Radarhügel) – das Bild entstand im Technikmuseum Pütnitz.

Am 30.06.1993 zog dann auch die Bundeswehr aus dem Objekt aus und überließ den Standort dann sich selbst.